Quelle: DB InfraGO AG / Simon Reimann

Während die bisherigen Baugrunderkundungen in frei zugänglichen Bereichen außerhalb des Bahnbetriebs stattfanden, erfolgen die aktuellen Bohrungen, Bodenuntersuchungen und Vermessungen unmittelbar im Umfeld der bestehenden und befahrenen Bahnstrecke. Die Arbeiten in Gleisnähe stellen besondere Anforderungen an die Planung und Durchführung. Zum Schutz aller Beteiligten werden die Untersuchungen zum Aufbau des Untergrunds unter Einbindung der Bauüberwachung Bahn durchgeführt. Darüber hinaus sind streckenbezogene Sicherungsmaßnahmen erforderlich, die mit besonderen Abstimmungen mit dem Eisenbahnbetrieb verbunden sind. Die Durchführung der Untersuchungen muss an die betrieblichen Rahmenbedingungen der Bahn angepasst werden, wodurch einzelne Arbeiten nur in bestimmten Zeitfenstern möglich sind.

Gleichzeitig ist das Untersuchungsprogramm mit einer Streckenlänge von rund 80 Kilometern und einer hohen Anzahl an Aufschlusspunkten sehr umfangreich.

Zur Durchführung der Bodenuntersuchungen müssen vorhandene Wege und Straßen begangen sowie Flurstücke betreten werden. Die Flächen werden nach Beendigung der Erkundungsarbeiten wieder hergerichtet und so übergeben, dass sie ihrer ursprünglichen Zweckbestimmung entsprechend genutzt werden können. Die Arbeiten können mit Lärm, leichter Staubentwicklung oder kurzfristigen Verkehrsbeeinträchtigungen verbunden sein.

Der hohe logistische und sicherungstechnische Aufwand wirkt sich auch auf die Dauer und die Kosten der Erkundungsmaßnahmen aus. Trotz des Aufwands sind die Erkundungen eine wesentliche Grundlage, um die geologischen und bautechnischen Randbedingungen entlang des künftigen Ausbaubereichs verlässlich zu erfassen und die weiteren Planungsschritte vorzubereiten.